Zaragoza II

Die Menschen sind nett und feiern ordentlich – jung bis alt. Aber nicht nur. Die Spanier arbeiten auch viel. Zumindest hier. Trotzdem sind nachts um 3 meist mehr Menschen auf der Straße als 15 Uhr nachmittags. Und wenn es hier Paella gibt, dann eher mit Hühnchen statt mit Calamares. Der Verkehr ist natürlich der Horror und das einzige öffentliche Verkehrsmittel ist der Bus. Jeder kann sich ungefähr vorstellen, was das bedeutet. Vormittags und ab 16 Uhr ist jede Buslinie ungefähr so ausgelastet wie die Dresdner 61 zwischen zwei Doppelstunden. Einsteigen darf man nur vorne, aussteigen nur hinten. Das schafft Bewegung und kollektives Kuscheln wärend der Fahrt. Zaragoza hat unglaublich viele Immigranten und so gibt es mehrere multinationale Viertel. Ich lebe in einem davon: Jesus (ihr wisst schon: Chesus, am Anfang wie „ach“ hinten). Ich mag es hier, die Integrationsarbeit scheint in Spanien besser zu funktionieren. Es gibt z.B. überall kostenlose Sprachkurse für Migranten.

Ich hänge am Ebro, er ist ganz dürr schon, er verdurstet bald. Über ihn führen viele anmutige Brücken. Hhhm, aber irgendwie scheint hier VoKuHiLa ziemlich in zu sein und viele der Mädels scheinen magersüchtig.

Weiterhin erwähnenswert ist, dass man in Spanien die benutzten Servietten, Muschelschalen, Knochen, Sonnenblumenkernhülsen etc… auf den Boden schmeißt – im Restaurant! Zu manchen Tageszeiten sehen die Gaststätten ziemlich rock’n’roll aus – es ist zumindest gewöhnungsbedürftig.

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