Mode für Wissbegierige – Das Bio-Fairtrade-Label UNIPOLAR

Mode für Wissbegierige – Das Bio-Fairtrade-Label UNIPOLAR

Designs mit wissenschaftlichen Anspruch zu machen, hat sich Gründer Steve Kupke zur Aufgabe gemacht. Dank seines Labels UNIPOLAR, gibt’s in Dresden jetzt richtig coole Klamotten mit Köpfchen. Übrigens: Einer von euch kann am Ende des Beitrags ein T-Shirt seiner Wahl gewinnen und sich selbst einen Eindruck vom Label UNIPOLAR machen.

TJG und Staatsoperette, ein bisschen Kreativwirtschaft, die VG – so langsam entwickelt sich das ehemalig morbide Industrieareal Kraftwerk Mitte zu dem Kreativ- und Kunstquartier, von dem so lange nur geredet wurde. Und mitten drin zwischen KÖ25 und den alten Maschinenhäusern, in der Jahnstraße 1, blitzt seit Anfang Dezember vergangenen Jahres ein Lädchen hervor. Oder besser: Es popt hervor! Der UNIPOLAR Pop Up Store. Der durch Crowdfunding vorfinanzierte Laden hat seinen Aufenthalt nun erst einmal bis Ende März verlängert. Höchste Zeit also, ihm einen Besuch abzustatten.

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Das Grau und der Regen dieses Nachmittags bleiben draußen, haben Sie doch gegen das strahlende Lächeln von Steve Kupke, dem Gründer von UNIPOLAR, keine Chance. Der Laden: Hell und aufgeräumt, im Vintage-Look. Der Verkaufsraum reicht für die vielen bunten Bio-Fairtrade-Klamotten und die weiteren Produkte kaum aus. Schwer zu glauben, dass Steve auch seine Kollektion, die etwa ein Viertel der Kleidung in dem Laden ausmacht, hier druckt. Im Hinterzimmer. „Das ist ein kleines Chaos,“ gibt er direkt zu. Zum Glück zieht er bald um.

„100% Wissenschaft“ ist das Motto der Designs von UNIPOLAR. Was genau bedeutet das? „Alle Motive, die ich designe, haben einen wissenschaftlichen Hintergrund, über die ganze Bandbreite an wissenschaftlichen Gebieten,“ erklärt Steve. Auf seinen Shirts finden sich Quellen und Bilder aus der Wissenschaftsgeschichte, dem Studium, aus weltbewegenden Experimenten und von Nobelpreisen. Auf seinen Shirts, Pullis und Hoodies finden sich historische Schriften oder Zeichnungen, Motive wie Dampfmaschinen oder Reagenzgläser, Farbkreise oder Wellenlängen.

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„Bazinga!“ höre ich Sheldon in meinem Kopf sagen. Klingt alles ein wenig Nerdster-mäßig. Und ist es auch. Das soll so. „Wissbegierige Großstädter,“ seien seine Zielgruppe, sagt der junge Dresdner. Dabei picke er sich natürlich vor allem Themen aus den Studiengängen heraus, die an den Dresdner Hochschulen angeboten werden. Ich persönlich empfinde seine Motive trotz ihrer inhaltlichen Volumina als deutlich reduziert. Da ist kein Schnickschnack dran, da wird geradlinig und kurzweilig unaufgeregt kommuniziert. Simpel sind auch die Schnitte seiner Kollektion: T-Shirts, Longsleeves, einfache Basics. Keine V-Necks, Puff-Ärmel oder aufwändige High Collars. Das Motiv steht im Vordergrund. Und mit ihm natürlich seine Trägerin oder sein Träger.

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Besonders wichtig: UNIPOLAR druckt ausschließlich auf Bio-Fairtrade-Textilien. Das Start Up steht für faire Arbeitsbedingungen und fairen Handel entlang der gesamten Produktions- und Lieferkette. Nachhaltigkeit und ökolgisches Verantwortungsbewusstsein stehen im Mittelpunkt. „Wir achten darauf, hauptsächlich Naturfasern und möglichst wenig Plastik zu verwenden,“ meint Steve. Die Kleidungsstücke aus 100% Bio-Baumwolle ohne Einsatz von schädlichen Pestiziden und aggressiven Färbemitteln kann man in vielen Farben auch unbedruckt bei ihm kaufen.

Shoppen ohne schlechtes Gewissen also. Da lacht das Herz (im Gegensatz zu meinem übervollen Kleiderschrank). Aber wie kommt ein studierter Physiker dazu, ein nachhaltiges Klamotten-Label aufzumachen? „Ich hab die rationale Gehirnhälfte eines Physikers, aber genauso eine kreative Seite, die hatte ich schon immer,“ sagt Steve, der schon als Teenager Videos für Freunde drehte und sich bei seiner Gründung von der Selbstständigkeit seiner Freundin inspirieren ließ.

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Eine entscheidende Helferin seiner Unternehmensgründung war auch startnext.de. Über die Crowdfunding-Plattform finanzierte Steve die erste Kollektion und den Laden, bei dessen Ausbau der Papa half. Seine Motive hat er jetzt jeweils etwa hundert Mal produziert und fertig zum Verkauf auf Vorrat. Die einfarbigen Motive druckt er mittels Transferdruck eigenhändig, bei bunten Motiven wird mit der Nikkifaktur kooperiert. Hach! Was wäre die Gründer-Szene ohne Family & Friends Power?

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Richtig gut, wenn alles klappt. Der Laden ist auch an diesem regnerischen Nachmittag sehr gut besucht. Das Projekt UNIPOLAR geht also weiter, weiter, weiter. Science Slams, neue Räumlichkeiten, ein Onlineshop, Konzerte im Store – Steve hat bereits einige Pläne für das noch junge Jahr. „Im April kommen neue Motive,“ sagt er, „Sozialpädagogik wird dabei sein, Jura und weitere Motive für schon vorhandene Studiengänge.“ Ob er sich den Geisteswissenschaften dann ein klein bisschen mehr widmet, möchte ich noch wissen. „Theoretisch hab ich für jeden Studiengang schon sechs, sieben Entwürfe gemacht, aber bis einer final ist, das dauert,“ antwortet er. Perfektionist halt, denke ich. Mit Überraschungseffekt eben. Ich freu mich auf alles, was kommt, denke ich, als ich zurück ins graue Nass trete.

UNIPOLAR Pop Up Store

verlängert bis 31.3.2016

Montag geschlossen
Dienstag 11:oo – 19:oo Uhr
Mittwoch 11:oo – 15:oo Uhr
Donnerstag 11:oo – 19:oo Uhr
Freitag 11:oo – 18:oo Uhr
Samstag 11:oo – 15:oo Uhr

uni-polar.de

 

Manja Branß für typisch-dresdn.de

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